Der Journalist und die Stones

51hip6kPtJL._SX314_BO1,204,203,200_Kürzlich war ich mit ein paar Journalisten im Oberkrainer Museum in Begunje eingeladen. Ich muss zugeben, dass das nur bedingt mein Lieblingstermin auf meiner Slowenienreise war. Aber als ich hörte, dass die Oberkrainer in ihren Hochzeiten mehr Besucher auf ihren Konzerten hatten als die Stones, konnte ich es kaum glauben. Schließlich war ich mit den Stones aufgewachsen (Papa war ein großer Fan). Kurz danach fiel mir dieses Buch in die Hände – Rich Cohen begleitete die Band in den USA. Und der Journalist schrieb ein Buch darüber. Also endlich Zeit, mein Oberkrainer Trauma zu überwinden – raus aus dem Stadl, rein ins Stadion.

Die Sonne, Der Mond und die Rolling Stones

Daten

Autor: Rich Cohen

Verlag: btb

ISBN: 3442716055

Preis: 11€

Taschenbuch, 528 Seiten

Bestellt das Buch hier über amazon.

Inhalt

Der junge Journalist Rich Cohen bekommt in den 90ern von einer großen Musikzeitschrift den Auftrag, eine Band auf ihrer USA Tour zu begleiten. Und die Band ist keine geringere als die, die dem Magazin für das er schreibt, ihren Namen geliehen hat – die Rolling Stones.

Doch zu dem Zeitpunkt weiß Cohen noch nicht, dass dieser Auftrag sein Leben verändern wird. Denn er wird nicht nur schnell von der Band angezogen, die er selbst als Idole seiner Kindheit bezeichnet. Er gehört schnell zum Inner Circle, kann hinter die Kulissen der Band schauen und lernt Mick Jagger und Co. aus nächster Nähe kennen.

Und so werden die 4 Jungs zu Cohens engen Freunden, über die er in seinem Buch berichtet – denn kaum einen Journalisten lassen sie näher an sich heran als ihn.

Fazit

Ich gehöre sicherlich zu den Stones-Fans zweiter Generation, ich habe keine Schallplatten gekauft und war nicht kreischend auf Konzerten – die Jungs sind schließlich rund 10 Jahre älter als mein eigener Papa. Dennoch bin auch ich der Faszination Stones erlegen, auch wenn ich nicht als Groupie mit ins Hotelzimmer genommen werden will.

Rich Cohen hatte die Ehre, die Band zu begleiten und ihnen somit ganz nahe zu sein, sogar ein bisschen ein Teil ihres Teams. Und dass Cohen ein echter Fan ist, merkt man in jeder Zeile, die er in diesem Buch schreibt – manchmal scheint es fast schon an Besessenheit zu grenzen.

Das Buch von Rich Cohen ist sicher keines, um sich kritisch mit einer Band auseinanderzusetzen. Es ist viel mehr ein Buch für Mutti, die damals in Ohnmacht gefallen ist, wenn Mick Jagger die Zunge rausgestreckt hat. Sie wird es gleich wieder tun, denn man fühlt sich den 4 Jungs auf jeder Seite des Buches besonders nahe und lässt einen den traumatischen Besuch bei den Oberkrainern vergessen.

Es trägt einen davon in die Geschichte einer Band und in die Kulturgeschichte der letzten 40 Jahre. Für mich ist es absolut lesenswert.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

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