Flüchtling oder Strandverkäufer?

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Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder einen kleinen Urlaubskrimi vorstellen, dafür ist ja derzeit genau die richtige Saison. Die Reise geht diesmal in den schönen Süden Frankreichs, an die Cote d’Azur. Dort ermittelt Kommissar Leon Duval bereits zum vierten Mal.

Endstation Cote d’Azur

Daten

Autorin: Christine Cazon

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

ISBN: 3462050133

Preis: 9,99€

Taschenbuch, 320 Seiten

Inhalt

Leon Duval ist etwas unglücklich. Denn ausgerechnet am schönsten Strand von Cannes, dem Bijou Plage, wird eine Leiche eines Farbigen angespült. Sofort kommen Assoziationen in ihm hoch – ist es etwa einer der Flüchtlinge, die auf selbstgebauten Flößen derzeit versuchen, von Italien über das Mittelmeer nach Frankreich zu gelangen. Sofort fährt er mit seiner Freundin nach Italien und hört sich um. Doch niemand kennt den Toten.

Wieder zurück in Cannes beginnt er Ermittlungen in den Kreisen der fliegenden Händler, die am Strand ihre Waren anbieten. Doch Duval merkt schnell, dass da einiges im Argen liegt, denn findet man normalerweise unzählige davon am Strand, scheinen plötzlich alle verschwunden.

Fazit

Leider ist es derzeit absolut im Trend, in jedem einzelnen Krimi das Flüchtlingsthema unterzubringen. So geht auch Duval erstmal davon aus, dass der tote Schwarze am schönen Strand unbedingt ein Flüchtling sein muss, der aus Italien mit einem selbstgebauten Floß aus Italien rüber nach Frankreich wollte. Er muss natürlich mit seiner Freundin über die Grenze fahren und dort rausfinden, wie die Zustände sind.

Ja, das Thema gibt es, aber es wird hier doch ein bisschen zu sehr ausgewältz und ist am Ende nichtmal Zielführend, da der Tote eigentlich ein Strandverkäufer in Cannes ist. Mir reicht das Thema in den Nachrichten, ich verfolge es auch, oft mit Bestürzung, in Krimis geht es mir inzwischen tierisch auf die Nerven. Wenn das ein Nebenschauplatz ist und die spannende Handlung noch im Vordergrund ist, ist das ja noch okay, hier driftet das Ganze aber mehr in eine Sozialkritik ab, die hier leider nichts verloren hat.

Das Buch ist leider mit Abstand das schlechteste aus der Reihe. Es ist nichtmal zu 20% ein schöner Krimi. Die Atmosphäre, das Dolce Vita an der Cote d’Azur, alles fehlt bei diesem Roman. Daher kann ich auch nicht mehr als 2 Sterne geben.

In diesem Sinne

Eure Anke

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