Ein Fall für August Emmerich

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Hallo Leute!

Krimis, die in meiner Wahlheimat Wien spielen, sind für mich immer etwas Außergewöhnliches. Die Gassen, von denen die Rede sind, kennt man vielleicht sogar – in diesem Fall ist das jedoch sogar ein kleines bisschen anders. Denn die Gassen sind in einem völlig anderen Zustand – denn Alex Beer lässt seinen Ermittler August Emmerich in einer ganz anderen Zeit ermitteln – gerade ist der Erste Weltkrieg zuende gegangen…

Der zweite Reiter

Daten

Autor: Alex Beer

Verlag: Limes

ISBN: 3809026751

Preis: 19,99€

gebundene Ausgabe, 384 Seiten

Inhalt

Die Geschichte vom Zweiten Reiter spielt im Wien der 10er Jahre. Gerade ist der Erste Weltkrieg zu Ende. Das Weltreich des Kaisers ist gerade untergegangen und in der Stadt herrscht hauptsächlich eins – Hunger und Elend.

Kommissar Emmerich ist selbst im Krieg durch einen Granatsplitter zum Invaliden geworden. Doch diese Verletzung verschweigt er seinem Chef, weil er einfach auf der Straße ermitteln und nicht in den Innendienst versetzt werden will. Auf der Straße entdeckt er die Leiche eines Selbstmörders. Ein Bild, das man zu diesen katastrophalen Zeiten in der Stadt nicht selten sieht. Doch Emmerich traut der Sache nicht über den Weg – er vermutet einen Mord. Doch Beweise dafür kann er keine vorlegen. Deshalb will sein Chef keine Ermittlungen anstellen.

Emmerich beginnt daher, gemeinsam mit seinem jungen Assistenten selbst zu ermitteln. Er will gerne ins Morddezernat versetzt werden und hofft mit einem Ergebnis auf die Beförderung. Doch bei seiner Jagd durch die Gassen der Wiener Innenstadt gerät er schnell selbst in große Gefahr.

Fazit

Für mich war dieses Buch etwas ganz Besonderes. Wien kennt man nur als glänzende Weltmetropole. In diesem Buch aber herrscht auf den Straßen der untergegangenen Kaiserstadt so viel Elend und Zerstörung. Und dem Autor gelingt es dabei, eben diese Atmosphäre so zu transportieren, das es einem die Gänsehaut die Arme hoch treibt. Es ist sehr atmosphärisch geschrieben und schnell fühlt man sich auf eine Zeitreise – die Gassen und Namen bleiben einem vertraut, die Zeiten sind eben ganz andere.

Mit dem Rayonsinspektor Emmerich liegt Alex Beer goldrichtig. Der Charakter ist perfekt  ausgereift – man findet daher schnell einen Zugang zu dieser „anderen Zeit“.

Es gibt viele Historienkrimis aus Wien – mittelgute und schlechte. Dieser hier ist mit Abstand der Beste.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

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