Einen Vogel haben (1)

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Hallo Leute!

Einen Vogel zu haben, das ist heute nichts Außergewöhnliches – wer hat den nicht. Doch aufgrund eines Forschungsprojektes hat Michael Quetting plötzlich 7. Und mit den 7 Graugänseküken entdeckt er auf den Spuren seines berühmten Vorgängers Konrad Lorenz eine völlig neue Welt.

Plötzlich Gänsevater

Daten

Autor: Michael Quetting

Verlag: Ludwig

ISBN: 3453280911

Preis: 19,99€

Gebundene Ausgabe, 240 Seiten

Inhalt

Eigentlich hat Michael Quetting gerade anderes im Kopf. Der Laborleiter am Max-Planck-Institut ist gerade frisch geschieden – eigentlich will er Zeit mit seinen Kindern verbringen. Doch dann kommt ein Forschungsauftrag, bei dem es um viel Geld geht. Es geht um die Möglichkeit, mit einem Sensor die unterschiedlichsten Daten zu sammeln – Daten über Wetter und Luftströme, über Klima und dessen Veränderungen. Der einzige Haken: Graugänse sollen diesen Sensor tragen.

Wer nun das Projekt betreuen soll, ist schnell entschieden – denn Michael Quetting hat einen Flugschein für ein Ultraleichtflugzeug – essentiell um den Vögeln das Fliegen beizubringen. Und so streift er schon 30 Tage vor dem geplanten Schlupf um den Brutschrank herum, kontrolliert sämtliche Parameter, nimmt die Eier 2x täglich heraus, um den Ausflug der Gänseeltern zu simulieren.

Und tatsächlich hat er Erfolg. 7 der 9 Küken schlüpfen, Gloria ist die Erste, die auch erstmals alleine mit Michael im Wohnwagen schläft. Dann kommen noch Calimero, Nemo, Maddin, Frieda, Paula und Nils zur Familie dazu – kleine, flauschige Kugeln, die von nun an Michaels Leben bestimmen. Geht er kurz aus dem Zimmer, ist gleich lautes, empörtes Fiepen zu hören. So richtet sich der Rhythmus seines Tages von nun an vollständig von den 7 Vögeln bestimmt. Er nimmt sie unter dem Pullover überall hin mit, seine Kleidung nimmt die Farbe und den Geruch von Gänsemist an – doch all das macht ihm eigentlich gar nichts aus. Denn mehr und mehr werden seine Gänse zu seinen Kindern.

Und so gelingt es, wie seinem berühmten Vorgänger Konrad Lorenz, die Gänse vollkommen auf ihn zu prägen und sich mit seinem Schwarm auch in die Lüfte zu erheben – mehr Papa als Forscher.

Fazit

Ich habe mich direkt in die Geschichte verliebt. Michael Quetting erzählt uns wie aus einer fremden Welt. Gerade beginnt für ihn die Zeit des Alleinseins (nach der Scheidung) – doch beeindruckend schnell entwickelt er fast schon mütterliche Gefühle. Schon als die Küken noch im Brutschrank sind beginnt er mit einer Art Nestbau, die Vögel sind ihm sofort ans Herz gewachsen, obwohl es für ihn eigentlich nur um Forschungsgelder geht.

Michael Quetting berichtet hier nicht nur über seine Forschung, sondern darum, wie sehr ihm die auf ihn geprägten Küken ans Herz wachsen, fast wie seine eigenen Kinder. Und dafür nimmt Quetting auch viel auf sich – schlafen in einem Wohnwagen, Wecken von einem Kuckuck – und manch einer wird ihn schräg angesehen haben, wenn er mit seinen Küken im Wald steht und spricht, mit ihnen schwimmen geht oder fliegt.

Es ist für mich einfach eine herzige und kurzweilige Geschichte, die wissenschaftliche Hintergründe hat.

Ich bin begeistert, von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

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