Erst stirbt die Biene, dann stirbt der Mensch

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Hallo Leute!

Die Honigbiene spielt in unserer Welt ökologisch eine große Rolle. Das soll schon einer der klügsten Köpfe unserer Zeit – kein geringerer als Albert Einstein.

Das Sterben der Biene hat Maja Lunde als Grundlage für ihre Dystopie genommen, sie erzählt die…

Geschichte der Biene

Daten

Autorin: Maja Lunde

Verlag: btb

ISBN: 3442756847

Preis: 20€

Gebundene Ausgabe, 512 Seiten

Inhalt

Maja Lunde erzählt eine Geschichte in drei Akten.

Teil 1 spielt im Jahr 1852 in England. William ist seit Wochen ans Bett gefesselt und sieht sich als Forscher gescheitert, sein Mentor sogar hat sich von ihm abgewendet. Doch mit seiner neuen Idee für einen Bienenstock, die die Imkerei der nächsten 100 Jahre radikal verbessern und erleichtern wird.

Die Geschichte geht im Jahr 2007 in den USA weiter. George ist ein erfahrener Imker, doch die fortschreitende Technisierung der Honigernte geht ihm gegen den Strich, bringt diese Industrialisierung doch seine Völker in Gefahr. Gerne würde er seinen Sohn als seinen Nachfolger ausbilden – doch dann, wie aus heiterem Himmel, sind seine Bienenvölker plötzlich verschwunden.

Im Jahr 2098 sind die Bienen längst ausgestorben. Infolge dessen ist die Weltwirtschaft zusammengebrochen – Mißernten und Hungersnöte haben die Menschheit weitestgehend ausgedünnt. Tao arbeitet in einer Obstfarm in China. Da die Bienen die Bestäubung nicht mehr übernehmen können, ist das nun Taos schlecht bezahlter Job. Doch dann hat ihr Sohn Wei-Wen einen schweren Unfall und Tao muss nicht nur um die Zukunft ihres Kindes, sondern auch um die Zukunft der Menschheit fürchten.

Fazit

Was passiert, wenn wir weiter so den Lebensraum der Bienen minimieren und dafür die Bestäubung unserer Pflanzen in Gefahr bringen? Doch das Bienenthema ist eigentlich nur vordergründig- Der wahre Backround der Erzählung geht wesentlich tiefer. Denn eigentlich geht es um die Ausbeutung der Menschen untereinander, die irgendwann unweigerlich zum Kollaps führen muss. Eltern beuten ihre Kinder aus mit einem immer stärker werdenden Verlangen.

Sehr detailiert und intensiv erzählt Maja Lunde von den Beziehungen untereinander – vor allem zwischen Eltern den Kindern, eine Geschichte, von übersteigerten Erwartungshaltungen. Dabei erfährt man, welche Parallelen zwischen Bienensterben und dem Aussterben der Menschheit stehen. Meisterhaft werden die Erzählstränge ineinander verwoben.

Die 3 Erzählstränge werden durch die Bienen zusammengehalten und verbunden. Dabei hat Maja Lunde sehr sachlich recherchiert und liefert eine sehr fundierte und informative Rahmenhandlung.

Ich bin ja nun eigentlich mehr der Krimileser, der viel Spannung und Action braucht. Dieses Buch kommt nur durch das Beziehungsgeflecht und die Verbindung zu den Bienen aus. Trotzdem ist der Text atemberaubend intensiv. Ich habe das Buch quasi verschlungen.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

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