Der Waffenstillstand war nicht wirklich das Ende

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Hallo Leute!

Derzeit jährt sich der Zweite Weltkrieg zum 100. Mal. Ich kann es irgendwie kaum glauben, dass mein Opa damals als Säugling schon dabei war. Er hat immer ganz viel erzählt, zwar mehr vom Zweiten Weltkrieg, aber viele Geschichten stammten auch von meinem Urgroßvater.

Als Kind hat mich das immer schwer beeindruckt, als Erwachsener beschäftigt mich die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ganz besonders. Robert Gerwarth beschäftigt sich in seinem neuen Sachbuch nun mit dem November 1918 und den Gründen dafür, warum er mich dem Waffenstillstand vom 11. November nicht wirklich zu Ende war.

Die Besiegten

Daten

Autor: Robert Gerwarth

Verlag: Siedler

ISBN: 3827500370

Preis: 29,99€

Gebundene Ausgabe, 480 Seiten

Inhalt

Im November 1918 war der Erste Weltkrieg mit dem Waffenstillstand offiziell beendet. Doch die Konflikte waren nicht beendet. Besonders auf dem Gebiet der Verlierer schwehlen die Konflikte einfach weiter. Revolutionäre Ideen werden durch die Länder getragen, häufig entstehen sogar kleine Bürgerkriege, wie etwa 1934 in Österreich. Konfliktherde sind auch in Russland, in der Ukraine und am Balkan zu finden.

Neuesten Studien zufolge haben diese Konflikte Millionen Todesopfer gefordert. Daneben wurden aber auch viele Menschen traumatisiert und die Stimmung war überall aufgeheizt, was dem gigantischsten Konflikt der Menschheitsgeschichte am Ende sicherlich Tür und Tor geöffnet hat – den Zweiten Weltkrieg.

Der Historiker Robert Gerwarth erzählt die Geschichten dieser Zeit. Zusammengefasst ist es die Geschichte vom verzweifelten Versuch, nach dem Zusammenbruch diverser Monarchien und Großreiche, eine neue Ordnung zu finden.

Fazit

Packend und informativ erzählt Robert Gerwarth vom Ende des Ersten Weltkriegs und vom verzweifelten Ringen um eine neue Weltordnung. Mit dem Friedensvertrag brach etwa das Vielvölkerreich der Habsburger komplett auseinander – alles musste neu geregelt werden. Gleichzeitig greifen die Revolutionsgedanken aus Russland um sich.

Die Konflikte schwelen überall weiter, so dass nur 21 Jahre später dem bisher größte Krieg Tür und Tor geöffnet sind.

Es gelingt Gerwarth, das schwierige Ende des Ersten Weltkriegs in einen sehr interessanten Zusammenhang mit der schwierigen Zwischenkriegszeit darzustellen und damit auch indirekt zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Er beschreibt interessant globale Zusammenhänge in einer sehr unruhigen Zeit.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

Eure Anke

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