Rumänen, Flüchtlinge und ein Totes Kind

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Hallo Leute!

Einmal Fan eines Autors (oder in dem Fall Autoren-Duos) müssen doch am Ende alle Bücher her. Und die Bücher des Ehepaars Börjlind habe ich bisher verschlungen.

Mit Schlaflied kam nun schon der 4. Fall des ungewöhnlichen Ermittlerduos Olivia Rönning und Tom Stilton heraus. Für mich einer der besten!

Schlaflied

Daten

Autoren: Cilla und Rolf Börjlind

Verlag: btb

ISBN: 3442757169

Preis: 15€

Broschiert, 576 Seiten

Inhalt

Alles beginnt einige Monate nach der eigentlichen Handlung – mit einem Flirt und einem darauffolgenden Mord – irgendwo in Südostasien.

Der Sprung geht dann an den Stockholmer Bahnhof, auf dem gerade zahllose Flüchtlinge ankommen. Auch ein kleines Mädchen. Doch die will sich ganz alleine durchschlagen, hat Angst vor den Behörden. Erst als sich die Obdachlose Muriel sich ihrer annimmt, ist sie nicht mehr alleine. Immer mehr unbegleitete Jugendliche Flüchtlinge verschwinden spurlos in Schweden.

Irgendwo auf dem Land wird eine halb verweste Leiche eines kleinen, vergewaltigten Jungen gefunden, neben ihm liegt ein Dolch mit einer Rumänischen Aufschrift. Das ist für Mette Olsäter der perfekte Fall. Tom Stilton, ihr ehemaliger Kollege, hat gerade die Obdachlosigkeit überwunden und lebt auf einem Schiff. Er möchte zur Polizei zurückkehren. Als Bewährungsprobe soll er das Team um Olivia Rönning bei dem Fall des Jungen unterstützen. Mit Olivia fliegt er auch nach Rumänien um in der Bukarester Obdachlosenszene zu ermitteln – und tatsächlich erkennen einige den Kleinen wieder – doch keiner will so richtig über ihn reden.

Zurück in Stockholm nimmt Muriel Kontakt zu ihrem ehemaligen Bekannten von der Straße auf – sie hat Bedenken um die Sicherheit des kleinen Mädchens. Und tatsächlich stößt Stilton auf Hinweise, dass die beiden Fälle zusammenhängen könnten.

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich im ersten Viertel des Buchs ordentlich zu Kämpfen hatte. Viele Handlungsstränge verlaufen parallel und man muss die erst einmal im Kopf entwirren – was hat ein Mord nach einem Hahnenkampf in Südostasien mit Flüchtlingskindern in Schweden zu tun? Aber den Effekt bin ich schon von den anderen Börjlind Büchern gewöhnt.

Danach aber, ab dem Punkt, ab dem sich langsam alles zu einem Ganzen zu verbinden beginnt, mochte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Fäden sind meisterhaft gespannt und sie laufen am Ende auch (für mich fast unerwartet) in ein logisches Ganzes.

Gut: Das Flüchtlingsthema bin ich in Thrillern ja langsam ein bisschen leid – das kommt aktuell in jedem Zweiten vor – aber in keinem ist es so meisterhaft verpackt wie in der Geschichte vom Schlaflied.

Für mich ist dieses Buch ein absolutes Muss für alle Thrillerfans!

In diesem Sinne

Eure Anke

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