Juschilein und der verlorene Papa

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Hallo Leute!

Ich mag ja solche Sendungen, wenn ein Kamerateam losgeschickt wird, damit sie den verlorenen Papa oder die Schwester sucht. Natürlich wird da viel gestellt, aber ich mag das eben trotzdem, die ganzen Emotionen.

Jutta Weber hingegen brauchte etwas Schub – ihre 4 Kinde sorgten dafür, dass sie nach 51 Jahren ihren Jamaikanischen Papa kennenlernt. In Rastavati erzählt sie ihre Geschichte.

Rastavati

Daten

Autorin: Jutta Weber

Verlag: Rowohlt

ISBN: 3499631903

Preis: 9,99€

Taschenbuch, 256 Seiten

 

Inhalt

Als Jutta Weber Anfang der 60er Jahre geboren wird, herrscht überall ein gewisses Spießbürgertum. Die Leute bauen ein Haus, müssen mit 22 verheiratet sein. Ausgerechnet ihre Mutter ist anders, will frei sein und feiert viel – auch mit wechselnden Partnern (zumindest macht es den Eindruck).

Und dann auch noch das – sie wird schwanger. Das will so gar nicht in das Gesellschaftsbild passen und am Liebsten will sie ihr Kind auch wieder loswerden. Doch was sie auch anstellt, Juschilein bleibt drin. Und als sie rauskommt, ist Jutta eine Attraktion, denn sie ist das erste Schwarze Baby, das in dem Krankenhaus in einem Düsseldorfer Vorort zu Welt kommt. Dichte, schwarze Locken – sie will so gar nicht zu ihrer strohblonden Mutter passen. Doch die beiden beißen sich durch. Und Hans, der örtliche Lebensmittelhändler, wird Juttas Stiefvater.

In ihrer Kindheit macht sie immer wieder spezielle Erfahrungen, wird neugierig beobachtet, manch einer will ihre dunkle Haut auch einfach anfassen. Und ihr fällt dann erst auf, dass sie die einzige mit einer dunklen Hautfarbe ist. Ihr Bruder dagegen hat das nicht.

Das einzige, was Jutta von ihrem Vater heißt, ist dass sein Name Oin ist und er aus Jamaika kam. Nicht besonders viel für eine Suche nach ihren Wurzeln. Und irgendwann gibt Jutta ohnehin auf. Erst die 4 Kinder der Kinderärztin entwickeln erst eine Liebe zu Jamaika und dann wecken sie den Willen ihrer Mutter, den Vater doch zu suchen.

Und so kommt es, dass sie am Düsseldorfer Flughafen das erste mal Owen McFarlain begegnet, ihrem Vater. Er kommt nach einem langen Emailwechsel aus Kanada angereist, um seine Tochter kennenzulernen. Und es fühlt sich an, als wäre er niemals weggewesen.

Und am Ende schließlich reist die ganze Familie nach Jamaika, um dort endlich Juttas Wurzeln kennenzulernen.

 

 

Fazit

Jutta Weber hat vor allem eins – sehr viel Witz. Sie berichtet von ihrer besonderen Kindheit, in der alle wissen, dass sie etwas Besonderes ist, sie sich aber gar nicht so fühlt. Sie wächst in der Kleinstadt auf und ist zunächst eine echte Attraktion, was sie aber gar nicht sein möchte. Ihren wirklichen Papa aber – und das weiß sie von Beginn an, hat sie nie gesehen.

Die ganze Geschichte strahlt nicht nur viel Witz, sondern noch viel mehr Wärme aus. Sie erzählt von ihrer ehrlichen Nervosität, von den Konflikten mit ihrem Stiefvater und den Gefühlen, die ihr im Kopf rumgingen, als ihre Kids sie fast schon drängelten – und die älteste Tochter Hanna ist es auch schließlich, die ihren Opa ausfindig macht.

Es ist ein tolles Buch, das das Herz wärmt und das Lesen macht einfach unendlich viel Spaß. Daher gibt es von mir auch ganz klare 5 Sterne.

 

In diesem Sinne

 

Eure Anke

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