{Thriller} Lycke

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Hallo Leute!
Mal wieder hat es ein Thriller auf meinen SrB geschafft – überraschend? Nicht wirklich! Denn wer mich kennt, der weiß, dass ich gerade auf Skandinavienthriller absolut abfahre. So landete eben jetzt die Geschichte von Lycke auf meinem SgB (Stapel gelesener Bücher).

Glücksmädchen

Daten

Autor: Mikaela Bley
Verlag: Ullstein
ISBN: 3548288448
Preis: 12,99€
Broschiert, 320 Seiten

Inhalt

Mikaela Bley erzählt die Geschichte von Lycke (was gleichzeitig das schwedische Wort für Glück ist), die mitten in Stockholm spurlos verschwindet. Sie ist erst 8 Jahre alt, als der Tennisunterricht ausfällt und sie nicht zur verabredeten Zeit vor der Halle steht.

Schnell kommt Kriminalreporterin Ellen Tamm auf den Plan, die selbst im Alter von 8 ihre Zwillingsschwester verloren hat. Noch immer fühlt sie sich deshalb schuldig, weshalb sie der Fall des gleichaltrigen Mädchens extrem berührt. Doch sie kann den Auftrag, über den Fall zu berichten, einfach nicht ablehnen.

Sie beginnt, Tag und Nacht nach dem kleinen Mädchen zu suchen, um damit ihre eigene Schuld bewältigen zu können. Dabei gelangt sie an den Rand der Erschöpfung.

Fazit

Hmmm, nun – was soll ich sagen. Das Buch hat sicherlich seine spannenden Elemente. Aber anstatt eines Thrillers bekommt man mehr ein Psychodrama. Die Journalistin Ellen glaubt eigentlich, dass ihre Mauern standhalten können. Doch als sie erfährt, dass das verschwundene Mädchen gerade so alt ist wie die Schwester, an deren Tod sie sich noch immer die Schuld gibt, beginnt sie geradezu panisch, das Mädchen zu suchen. Das einzige Thrillerelement dabei ist vielleicht die Frage, ob sie „das Glück“, was der Name des Mädchens übersetzt bedeutet, noch rechtzeitig finden kann.

Die ganze Story ist zwar unterhaltsam, wirkt aber auch sehr konstruiert. Schon als Ellen an den Tatort kommt, erfährt sie von einem Polizisten sofort alles, was sie wissen muss – auch später ist sie immer bei den Ermittlungen perfekt im Bilde, was ich dann in der Realität doch irgendwie eher fragwürdig finde.

Noch dazu die Charaktäre: die sind durch die Bank weg irgendwie merkwürdig bis unsympathisch – die einzige, mit der ich wirklich Sympathie empfinden konnte, ist das verschwundene Mädchen – Scheidungskind, gemobbt, vernachlässigt und das Beste, sie muss sich das Ermittlerelend nicht ansehen.

Ganz ehrlich – das war nix. Mein erstes Buch von Mikaela Bley und garantiert auch mein letztes. Vielleicht ist einiges bei der Übersetzung hängengeblieben (schon der Titel klingt zynisch, im Original war er nur Lycke), aber generell muss man sagen, dass mindestens 90% der aktuellen Skandinavien-Thriller mehr Spannung versprechen – leider.

In diesem Sinne

Eure Anke

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