Wir waren Papst

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Hallo Leute!

Was haben wir gefeiert, als die Bildzeitung 2005 „Wir sind Papst“ titelte. Und was waren wir irritiert, als dieser Papst im Jahr 2013 plötzlich „kündigte“. Nun, genau genommen hat er nicht gekündigt, sondern einen Amtsverzicht erklärt, weil er sich mit weit über 80 dem Job nicht mehr gewachsen fühlte.

Im April wird dieser emeritierte Papst nun stolze 90 Jahre alt. Der Herder-Verlag hat sich dies zum Anlass genommen, sein Papstamt anhand seiner schönsten Ansprachen und Texte noch einmal Revue passieren zu lassen.

Alles Gute!

Daten

Autor: Simon Biallowons

Verlag: Herder

ISBN: 3451376210

Preis: 12,99€

Gebundene Ausgabe, 128 Seiten

Inhalt

Benedickt XIV. gilt als einer der intellektuellsten Kirchenväter, die jemals an der Spitze des Kirchenstaates gestanden haben. Doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger Johannes Paul II. will er nicht öffentlich sein Leiden zur Schau stellen – er war mit dem Amt überfordert, daher zog er sich in ein kleines Kloster auf dem Gelände des Vatikan zurück und tritt seitdem nur noch sehr selten öffentlich auf.

Simon Biallowons gratuliert dem heiligen Vater zum Geburtstag, indem er seine schönsten Ansprachen und Texte zusammengetragen hat. Das Vorwort zu diesem Buch hat sogar kein geringerer als Franziskus geschrieben, Benedikts Nachfolger.

Gepaart mit den Texten Benedikts erscheinen auch die schönsten Bilder des heiligen Vaters – bei seinem Amtsantritt oder auch mit Sombrero, mit allen Staatsmännern der Welt oder mit seinem älteren Bruder, zu dem er ja eine sehr innige Beziehung führt.

Und es werden Geschichten erzählt – etwa vom Lieblingsrestaurant Josef Ratzingers, das noch immer seinen Stammtisch pflegt (auch als Touristenattraktion), auch wenn er als Papst nie mehr zurückkommen konnte – oder auch über Benedikts Verhältnis zur klassischen Musik – zu den jeweiligen Themen folgen dann die bekannten und weniger bekannten Reden des Papst Emeritus.

Fazit

Ja, ich bin katholisch. Aber als Benedikt damals gewählt wurde, war nich alles andere als angetan. Warum? Weil er ein echter Hardliner war. Doch während des Papsttums hat er mich durchaus überrascht – und zwar positiv. Und das auch oder vielleicht sogar gerade aufgrund seines würdevollen Abgangs. Er kam mit der Situation nicht zurecht und war sicherlich auch nie ein großer Staatsmann – aber er ist noch immer ein großer Theologe.

Zu seinem Geburtstag gratuliert der Herderverlag mit dieser wunderbaren Mischung aus bekannten und weniger bekannten Reden des emeritierten Papstes und einem tollen Bildband mit vielen superschönen Bildern und kleinen Texten. Was mich etwa überrascht hat, ist das innige Verhältnis zwischen dem alten und dem neuen Papst. Was haben wir damals gebangt, ob das wohl gutgeht oder in eine neue Spaltung führt – wir hatten ja schonmal mehrere Päpste zur gleichen Zeit. Doch die zwei verstehen sich blendend und Franziskus sucht seinen Vorgänger vor besonders heiklen Missionen sogar als Ratgeber auf.

Ein wirklich schönes Büchlein über einen wirklich großen Kirchenmann. 5 Sterne von mir.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

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