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Hallo Leute!

Nachdem „Rotwein für drei alte Damen“ schon ganz witzig war, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Die aus Finnland stammende Autorin Minna Lindgren hat den drei alten Mädels diesmal etwas Stärkeres an die Hand gegeben…

Whiskey für drei alte Damen

Daten

Autorin: Minna Lindgren

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

ISBN: 3462049151

Preis: 14,99€

Broschiert, 352 Seiten

Inhalt

Siiri, Irma und Anna-Liisa gehen wieder frisch ans Werk. Wobei ganz frisch sind die drei Bewohnerinnen der Seniorenresidenz  „Abendhain“ auch nicht mehr. Die drei sind inzwischen über 90 – im Kopf aber noch clever wie mit 70.

Doch etwas stört die Ruhe. Das Haus wird umgebaut und überall sind Handwerker. Einer schlägt sogar ein Loch in die Badezimmerwand, so dass sich zwei der Ladys nun besuchen können, ohne über den Flur zu gehen.

Daher beschließen die drei, nur übergangsweise, eine WG zu gründen. Gemeinsam mit dem „Botschafter“, den Anna-Liisa kürzlich geheiratet hat, und einer weiteren Bewohnerin mit dem Namen Margit, ziehen die drei aus. Natürlich geht das nicht, ohne sich ständig in die Wolle zu bekommen, denn in der Seniorenresidenz hatte jeder seine eigene Wohnung.

Doch dann bricht der kriminalistische Spürsinn wieder aus den Ladys heraus. Denn sie stellen fest, dass die Wohnung vorher für kriminelle Machenschaften genutzt wurde.

Die gesamte Gangsterszene von Helsinki verkehrte hier – und noch immer tauchen rund um die neue Wohnung merkwürdige und skurrile Gestalten auf, die die Ruhe der Senioren-WG stören. Und damit das alles endet, wollen die drei Ladys diesen Gestalten das Handwerk legen.

Fazit

Ich bin etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite gelingt Minna Lindgren ein sehr humorvoller Roman, der Themen des Alterns wunderbar aufs Korn nehmen kann. Die 5 WG Bewohner sind sich ständig in den Haaren, als wären sie Studenten – eine läuft immer nackt über den Flur und schnell ist alles vermüllt.

Ein bisschen trostlos finde ich die Darstellung des Alterns aber schon. Denn außer Siiri, Irma und Anna-Liisa sind die alten Leute alle orientierungslos und skuril. Ich hoffe mal nicht, dass ich auch mal so werde. Gleichzeitig werden auch ernste Themen angesprochen, etwa Pflegenotstand oder Sterbehilfe.

All das macht den Begriff Krimi – übrigens auch den Krimi-Handlungsstrang – in dem Buch schon überflüssig. Leider hat der noch dazu nicht einmal Ansätze von Spannung.

Die Geschichte ist nett und humorvoll – aber das mit dem Krimi würde ich einfach weglassen – dann will ich nämlich auch mehr lesen von den drei Finninnen… Insgesamt gibt es von mir sehr gute 4 Sterne.

Eure Anke

 

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