Die Tochter des Teufels

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Hallo Leute!

Sprechen wir heute mal ein braunes Thema an – nein, es geht nicht um den Gang zur Toilette, es geht um den allgemeinen Rechtsruck, den die Politik in den letzten 5 Jahren durchmachte. Und dieser Rechtsruck hat in vielen Ländern ein Gesicht: Petry in Deutschland, Strache in Österreich, Wilders in Holland und eben Marine le Pen in Frankreich. Eine Frau mit einem großen Namen, der Tanja Kuchenbecker auf den Zahn fühlt.

Marine Le Pen – Tochter des Teufels

Daten

Autorin: Tanja Kuchenbecker

Verlag: Herder

ISBN: 3451375095

Preis: 22,99€

gebundene Ausgabe, 224 Seiten

Inhalt

Marine Le Pen gehört zu DEN Gesichtern der europäischen Rechten und das nicht erst seit dem das Rechtsextreme in Europa zur „Völkischen Bewegung“ geworden ist.  Tanja Kuchenbecker, die als Journalistin seit mehreren Jahren in Paris lebt und arbeitet, hat den Aufstieg der Tochter des Gründers des Front National hautnah mitverfolgt und ist Le Pen bei ihrer Arbeit natürlich auch mehrfach begegnet.

Dabei analysiert sie allerdings nicht nur die politische Gesinnung, sondern auch den Backround und die Strategie, die sie in Frankreich so erfolgreich machen. Sie spricht über die Menschen an den Rändern der Gesellschaft, die viele Tausend Migranten, die aus den Kolonien nach Frankreich kamen. Aber sie spricht auch vom Bildungssystem, das von den Stadtvierteln abhängt, in denen man geboren wird.

Fazit

Zugegeben, ich dachte erstmal „Igitt“, als ich das Buch über Marine le Pen in die Finger bekam. Tanja Kuchenbecker setzt sich allerdings ansprechend kontrovers mit der Dame mit der braunen Gesinnung auseinander, ordnet sie auch in das Gesellschaftliche Bild Frankreichs ein – Inneneinsichten, die ich bisher nur am Rande wahrgenommen hatte. Denn Le Pen ist so erfolgreich, obwohl Frankreich nur einen Bruchteil der Flüchtlinge von 2015 aufgenommen hat, im Vergleich zu etwa dem kleinen Schweden. Ihr gelingt es, die Leute auf ihre Seite zu ziehen, die ihre Strategie nicht durchschauen – etwas, was leider in den USA schon zu bleibenden Schäden geführt hat.

Die Strategie ist ganz einfach „Nein, wir sind nicht fremdenfeindlich – nur die Muslime, die sind irgendwie blöd“. Das Runterbrechen auf einfachste Bestandteile, um so Wähler einzufangen. So einfach funktioniert der Wähler – das Spiel mit den Ängsten beherrscht keine so wie Madame le Pen.

Im Mai sind in Frankreich Wahlen, hoffen wir mal, dass Madame le Pen nicht zum zweiten Trump wird. Die Europäische Union kann Einendes momentan ganz gut gebrauchen.

In diesem Sinne

Eure Anke

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