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Hallo Leute!

Rechtlich gut aufgeklärt sein ist ja immer eine gute Sache – oft kann man sich den teuren anwaltlichen Rat sparen, wenn man weiß, dass man einem Mythos unterliegt und damit schlicht und einfach auf der falschen Seite steht.

Ralf Höcker hat sich dem Thema gewidmet, er räumt mit solchen Rechtsirrtümern auf, die von Generation zu Generation an Stammtischen weitergegeben werden – frei nach dem Motto „Stimmt’s? Oder habe ich Recht?

Das große Lexikon der Rechtsirrtümer

Daten

Autor: Ralf Höcker

Verlag: ullstein

ISBN: 3548376428

Preis: 10€

Taschenbuch, 320 Seiten

Inhalt

Welche rechtlichen Bedingungen müssen wirklich erfüllt sein, damit die Polizei einen Alkotest machen darf? Wenn man Hunger hat ist der Diebstahl von Lebensmitteln straflos (Mundraub)? Muss ich einen Gutschein annehmen, wenn ich fehlerhafte Ware reklamiere?

Nicht-Juristen sind tagtäglich dem Recht ausgesetzt, ohne dass sie es wirklich merken. Und zum Teil nehmen wir Dinge für selbstverständlich, die gar nicht stimmen – klauen selbstverständlich Kirschen, obwohl es Mundraub seit 1976 gar nicht mehr gibt oder  fahren auf dem Radweg, auch wenn man mit dem Rad zumindest theoretisch auch auf der Fahrbahn fahren darf.

Ralf Höcker klärt auf, erzählt auch völlig Überraschendes aus der Welt des Rechts. Zu jedem Rechtsgrundsatz wird zunächst in einem Satz jeweils der Irrtum und das Recht erklärt. Anschließend gibt eine ausführliche Erläuterung, wie es zum Fehler kommt und wie das jeweilige Recht in Deutschland ausgelegt wird.

Dabei gibt es Rechtliche Dinge in umfangreicher Sammlung in den folgenden Kategorien.

Arbeitswelt

Familie

Gastronomie

Gericht und Polizei

Medien und geistiges Eigentum

öffentliches Recht

Privatrecht

Strafrecht

Straßenverkehr

Verbraucherfragen

Wohnen und Mieten

Fazit

Wie viel Recht ist in deinem Leben? Und wie selbstverständlich geht man da vom Falschen aus? Genau das macht dieses Buch so spannend. Ich denke, viele kennen zum Beispiel den Mundraub – ich auch, obwohl ich erst 7 Jahre nach der Abschaffung auf die Welt gekommen bin. Der Autor liefert aber auch Fakten, die einem im Alltag auch mal helfen können – den Alkotest darf man (theoretisch) verweigern – ich fahr allerdings grundsätzlich nicht nach nem Bier. Auch die Sache, dass 10% Finderlohn nicht grundsätzlich festgeschrieben ist, hat mich überrascht.

Besonders amüsant empfand ich die Gastronomie – ein Bier, das nicht zum Eichstrich gefüllt ist, muss man nicht annehmen. Und der letzte zahlt keineswegs die Zeche – auch wenn es die Wirte manchmal glauben machen wollen.

Es ist ein Buch, das jeder gelesen haben sollte – überraschend und unterhaltsam, hilfreich und informativ.

In diesem Sinne

Eure Anke

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