{Thriller} Fader Thriller

Hallo Leute!

Als bekennender Thrillerfan muss ich eins zugeben – ich bin ein echter Fan der Deutschland-Toskana-Geschichten der Erfolgsautorin Sabine Thiesler. Und da war ich natürlich besonders gespannt auf ihr neues Werk.

Nachts in meinem Haus

Daten

Autorin: Sabine Thiesler

Verlag: Heyne

ISBN: 3453269691

Preis: 19,99€

Gebundene Ausgabe, 512 Seiten

Inhalt

Der Kunstmaler Tom Simon freut sich auf das freie Wochenende. Seine Frau Charlotte fliegt zu Dreharbeiten nach München, da hat er sturmfreie Bude. Wobei sturmfrei nicht das richtige Wort ist, denn über dem abgelegenen Haus nahe Hamburg zieht ein Sturm auf. Trotzdem freut sich Tom, denn obwohl er seine Frau über alles liebt, hat er auch seit längerem eine Affäre mit Leslie, der Frau seines besten Freundes René.

Mitten in der Nacht, Tom und Leslie liegen gerade im Bett, hört er Geräusche. Schon seit längerem hat er eine Harpune unter dem Bett. Ängstlich steht Tom auf und will den Eindringling vertreiben.

Im Dunkeln kann er den Einbrecher nur in Schemen wahrnehmen – er drückt ab, der Pfeil trifft und tötet den vermeintlichen Dieb. Doch dann, als er die Taschenlampe findet, stellt er fest, dass es sich um Charlotte handelt, die unverhofft zurückkam. Und jetzt ist seine Frau tot. In seiner Panik ruft er seinen alten Freund an. Rene verspricht, ihm zu helfen. Tom soll erstmal in sein Haus in der Toskana fahren und sich verstecken. Auf die Frage, wer denn mit ihm oben war, findet Tom keine Antwort.

René verspricht, das Haus herzurichten, als wäre es ein Raubmord. Und auch die Spuren der Affäre will er beseitigen. Doch als er einen Ohrring findet, präpariert er den Tatort nicht, im Gegenteil, er lässt alles so aussehen, als wäre Tom der Mörder. Und der versteckt sich im verschlafenen Örtchen in der Toskana – geplagt vom schlechten Gewissen. Und natürlich holt seine Schuld ihn auch dort ein.

Fazit

Es fällt mir ja schwer, ein Buch meiner Lieblingsautorin runterzumachen. Es ist schließlich ein grundsolider Thriller. Doch nach etwa 70 Seiten, mit Beginn der Rückblicke auf Toms Leben, ist die Spannung so schnell raus, dass ich wirklich Mühe hatte, weiterzulesen. Die Story wirkt konstruiert und klischeehaft – wirklich anstrengend, überhaupt weiterzulesen. Man will ständig Tom in die Toskana transferieren, aber er kommt eben einfach nicht dort an, wo er wirklich hinsoll.

Und natürlich kann man Renés Rachemotiv irgendwie nachvollziehen, aber seine Handlungen eben gar nicht – ein simples „Der war’s“ hätte schließlich irgendwie den gleichen Effekt. Und in der Einsamkeit Toms fühlt man sich ein bisschen an das Pumpen des Herzens erinnert, das in irgendeinem Film immer wieder den Mörder hervorlockt.

Für mich ist das leider kein typischer Thiesler. Die Storyidee ist gut, aber im Spannungsbogen schwächelt das Ganze doch sehr deutlich – und das macht für mich eben die Thiesler – Stories aus – man sieht die Akteure mit hohem Tempo in ihr Unglück rennen – doch diesmal ist der Akteur auf der Flucht vor seinem Unglück zu einsam und rennt zurück… Ich weiß, unlogisch – aber eben das ist ja mein Problem mit dem Plot.

Mehr wie 3 Sterne kann ich leider nicht geben…

Eure Anke

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s