{Krimi} Commisaire Leblanc und das Krimifestival

Hallo Leute!

Frankreichkrimis haben sich für mich zu einem ganz eigenen Genre entwickelt – witzigerweise gehen die Commissaire immer gerne Essen. Dieser Fakt hat sich auch bei Kommissar Leblanc bewahrheitet, auch wenn der aus der Feder einer eigentlich Deutschen Autorin stammt.

Bitterer Calvados

Daten

Autorin: Catherine Simon

Verlag: Goldmann

ISBN: 3442485401

Preis: 8,99€

Taschenbuch, 256 Seiten

Inhalt

In Deauville, einem Ort an der französischen Kanalküste nahe LeHavre, steht bereits zum fünften Mal das bekannte Krimifestival an. Eigentlich interessiert das Commissaire Leblanc eher wenig. Doch die Lesung am nächsten Tag soll in seinem eigenen Büro stattfinden – er erfährt das eigentlich ein bisschen spät, aber was soll er tun. Derzeit steht aber ohnehin kein Fall an. Außerdem bekommt er Karten für die Eröffnungslesung vom wohl bekanntesten französischen Krimiautoren – Jean-Paul Picard, oder kurz JPP.

Er lässt sich überreden und geht mit seiner Flamme, einer wesentlich jüngeren Paticiere hin – und trifft dort ausgerechnet auf seine leicht durchgedrehte Mutter, die mit knapp über 70 die vierte Frau eines Senegalesischem Autor werden will.

Am Ende der Lesung flieht Leblanc quasi aus dem Saal. Am nächsten Tag wird er mit seiner Partnerin Nadine in ein Luxushotel gerufen. Die Leiche ist ausgerechnet der bekannte Autor. Schnell gibt es einen Verdacht – Gift, genau genommen Zyankali. Der war dem von JPP so geliebten Calvados beigemischt.

Die beiden Polizisten begeben sich auf die Jagd nach einem Mörder – und dabei begeben sie sich auf die Spur des schönen, aber doch so unnahbaren JPP. Denn so viele hatten Grund, ihn umzubringen.

Seine erste Frau hat sich umgebracht, die zweite sitzt in der Psychatrie, offenbar von JPP dorthin getrieben. Sein Verleger hat am Tag zuvor erfahren, dass JPP nur noch einen Krimi schreiben will. Und Konkurrenz gibt es auch zu Genüge. Und was hat es mit dem Goldstaub auf sich, den man in JPPs Suite findet?

Fazit

Catherine Simon ist in Wahrheit Sabine Grimkowski, Redakteurin beim SWR im Literaturbereich. Aber vermutlich ist der französisch klingende Name ein echtes Verkaufsargument für ihre Normandie-Krimis.

Ich finde persönlich allerdings, dass das gar nicht nötig ist. Denn der Roman spiegelt perfekt die Atmosphäre der Normandie im Frühling wider – ein bisschen provinziell, ein bisschen rauh, einfach cool.

Auch der Plot ist durch und durch durchdacht. Es gibt kaum füllende Längen, was auch daran zu erkennen ist, dass das Buch nur halb so dick ist, wie manch anderer Krimischinken. Sie legt ein hohes Tempo vor, dem aber der Leser perfekt folgen kann.

Auch ist der Commissaire ein typischer Frankreich-Krimi-Commissaire, der gerne und oft isst, auch bei Zeugenbefragungen, besonders gerne bei Lulu. Auch das Privatleben ist nicht ganz einfach – er steht irgendwo zwischen der jungen Konditorin und seiner Ex Marie. Aber dabei wirkt er nicht ganz so abgerissen, wie es etwa in Schweden wäre.

Ich bin mit dem Leseerlebnis äußerst zufrieden. Es ist ein schöner, leichter Krimi mit ganz viel Atmosphäre.

Von mir gibt es 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

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