{Erben – 2 Sterne} Man muss sich wohl mal damit beschäftigen

Hallo Leute!

Erben ist sicherlich nicht das leichteste Thema, schließlich muss man sich damit beschäftigen, dass möglicherweise die Eltern irgendwann mal sterben werden. Das ist nie leicht. Aber wenn sich am Ende die Kinder einigen müssen, ist schon der eine oder andere Kleinkrieg ausgebrochen.

Wir sind jetzt knapp über 30, da liegt das Thema schonmal auf dem Tisch.

Wir Erben – was Geld mit Menschen macht

Daten

Autorin: Julia Friedrichs

Verlag: Piper

ISBN: 3492308996

Preis: 10€

Taschenbuch, 336 Seiten

Inhalt

Viele Leute aus der Eltern- und Großelterngeneration sind in den Nachkriegsjahren zu einigem Geld gekommen. Mehr als ein halbes Jahrhundert gab es keinen Krieg mehr, der Wohlstand konnte gesteigert werden. Jetzt wird der an die nächste Generation weitergegeben.

Kritisch geht die Autorin mit dem Thema Erbschaft ins Gericht. Thematisiert werden etwa das Thema Steuer, aber auch das Thema, dass alle Erben reich und gelangweilt sind. Mit teils provokanten und gesellschaftskritischen Hypothesen illustriert sie, was einen Erben heute ausmacht.

Fazit

Ich hatte mir irgendwie vom Titel her etwas anderes erwartet – mehr in Richtung Ratgeber, weniger in Richtung Gesellschaftskritik. Das liegt vielleicht daran, dass ich in der relativ komfortablen Position bin, dass meine Familie zur oberen Mittelschicht gehört und ich damit zu den Kritisierten gehöre. Aber trotzdem habe ich das Gefühl gehabt, dass ich eigentlich jeden Tag in Champagner baden und mir Koks reinziehen müsste… Mach ich aber nicht!

Dafür kann ich aber genauso wenig wie dafür, dass George mal König von England wird. Für mich ist diese Kritik manchmal etwas substanzlos.

Beim Thema Erbschaft habe ich in der Familie schon so einiges erlebt, Brüder, die nicht mehr miteinander reden wegen der Erbschaft des Elternhauses, in der Schwiegerfamilie wird schon seit Jahren diskutiert, wer mal das Haus bekommen soll. Natürlich ist das alles schwierig und sicher kann da eine Familie dran zerbrechen.

Kritisiert wird, dass man heute nur sorgenfrei leben kann, wenn man in die richtige Familie geboren wird – und nicht wer mit Engagement seinen Wohlstand mehrt. Genau das halte ich für kompletten Schwachsinn. Natürlich kann man auch ohne Erbschaft heute einiges reißen. Für mich wirkt das Ganze über Strecken sehr naiv und wenig spezifisch.

Von mir kann es daher leider nicht mehr wie 2 Sterne geben. Natürlich hat sie in vielen gesellschaftskritischen Dingen Recht – aber es gibt sehr wenige Aspekte, auf die man selbst nichtmal im Ansatz gekommen wäre, wenn man sich mal mit dem Thema beschäftigt hat.

In diesem Sinne

Eure Anke

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